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Vegan – Ja/Nein/Vielleicht?

vegan

Vegan. Wohl kaum eine Ernährunsgweise polarisiert so sehr wie diese. Was für viele als Statussymbol, Religionserssatz oder Entschuldigung für andere Umweltsünden dient, ist für die Gegner ein rotes Tuch – oder ist es in diesem Fall ein grünes Tuch? Schnell wird veganes Essen in die Schublade „Ihhh“ und „Schmeckt ja eh nich“ gedrängt. Viel liest man über Mangelerscheinungen. Veganer hingegen preisen ihre Ernährunsgweise nicht selten als ewigen Jungbrunnen. Aber was ist dran, am Vegantrend? Ist vegan gesund oder ungesund?

Veganismus ist eine strenge Form des Vegetarismus. Veganer verzichten auf alle Lebensmittel tierischer Herkunft. Angefangen bei Fleisch und Milch über Eier bis hin zum Honig. Der vegane Lebensstil überträgt sich häufig auch auf andere Bereiche wie das Ablehnen von Kleidungsstücken aus Leder. Veganer sind meistens Menschen, die sich intensiv mit ihrer Ernährunsgweise und der Umwelt auseinandergesetzt haben. Für diesen Punkt bekommen Veganer aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ein großes Plus. Die Anfeindungen, denen sich Veganer oft aussetzen müssen, finde ich persönlich total daneben. Wir leben in einem freien Land und die Selbstreflektion über die Ernährung dürften sich gerne mehr Leute zu Herzen nehmen.

Fakt ist, dass in Deutschland 6 Mio. Menschen an Diabetes leiden – 5 Mio. davon an Diabetes Typ II. 30 % der Deutschen leiden an Bluthochdruck. Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Folgen koronarer Herzerkrankungen. Man schätzt, dass die Hälfte dieser Todesfälle durch gesunde Ernährung hätte verhindert werden können. Diese Zahlen zeigen klar und deutlich, dass ernährunsgtechnisch etwas passieren muss. Denn auch wenn Veganer durch ihre Ernährunsgweise ein größeres Risiko haben an Mangelerscheinungen zu erkranken, sind viele Mischkostler über- oder/und fehlernährt. Das liegt vor allem an einem viel zu hohen Fleisch- und Zuckerverzehr. Die empfohlene Tageszufuhr von 650g Obst und Gemüse erreichen nur 30 % der Deutschen.

Ob sich Veganer gesundheitsfördernd ernähren, hängt allerdings von der Lebensmittelauswahl ab. Bei dieser Ernährungsweise ist es besonders wichtig, abwechslungsreich und frisch zu kochen bzw. zu essen. Vegane Fertigprodukte sind genau so ungesund wie andere Conveniece Produkte, weil sie meist viel Zucker und Zusatzstoffe enthalten. Kritische Nährstoffe bei Veganismus sind Vitamin B12, Proteine, Eisen, Jod und Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin D. Durch eine ausgewogene Ernährung kann vieles aufgefangen werden, Vitamin B12 muss in jedem Fall als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Proteine sind kritische Nährstoffe, da die Proteinqualität in pflanzlichen Lebensmitteln nicht so gut ist wie in tierischen Nahrungsmitteln. Hier spielt die biologische Wertigkeit eine große Rolle. Sie gibt an, mit welcher Effizienz das Nahrungsmittelprotein in körpereigene Proteine umgebaut werden kann. Das Hühnerei gilt mit einer biologischen Wertigkeit von 100 als Referenzwert. Durch geschickte Kombination lässt sich die biologische Wertigkeit aber steigern. Kartoffeln mit Soja haben zum Beispiel eine biologische Wertigkeit von 103. Bohnen mit Mais 101.

Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln bestitzt eine andere Wertigkeit als tierisches Eisen und wird vom Körper schlechter aufgenommen. Zudem gibt es eine Reihe an Lebensmitteln, die die Aufnahme zusätzlich hemmem. Allen voran Kaffee oder schwarzer Tee. Die gute Nachricht ist allerdings, dass Vitamin C die Aufnahme unterstützt, weshalb man einen knackigen Salat gern mit einem Glas frisch gepressten Orangensaft kombinieren darf.

Langkettige Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapenthaensäure und Docosahexaensäure sind vor allem in fettem Seefisch vorhanden. Sie wirken entzündigshemmend und sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen in unserem Körper beteiligt. Für Veganer gibt es Nahrungsergänzungsmittel auf Algenbasis, die eine ausreichende Versorgung gewährleisten können.

Jod und Vitamin D gilt auch bei Mischkostlern als kritischer Nährstoff. Deshalb wird empfohlen jodiertes Speisesalz zu verwenden und sich ausreichend im Sonnenlicht aufzuhalten. Mehr über Vitamin D gibt es hier.

In anderen Ländern, wie Nordamerika und England, wird die vegane Ernährung übrigens auch aus wissenschaftlicher Sicht mehr propagiert. Das liegt aber vor allem daran, dass in diesen Ländern viel mehr Lebensmittel mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert werden als in Deutschland. Die Empfehlungen anderer Länder lässt sich also nicht eins zu eins auf uns übertragen. Um langfristig Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollte regelmäßig ein Arzt aufgesucht werden, der den Vitaminstatus bestimmt.

Trotzdem ist Veganismus eine tolle Alternative und hat auch sehr viele positive Seiten. Die empfohlene Tageszufuhr an Obst und Gemüse schaffen Veganer locker und sind deshalb mit bestimmten Vitaminen, Ballaststoffen und Antioxidantien bestens versorgt. Auch als Mischkostler sollte man vegane Gerichte in die Ernährung einbauen. Denn abgesehen davon, dass sie echt lecker sein können, tust Du Dir und Deiner Umwelt viel gutes damit!

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